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online seit 28.07.2012

 

 Ernährung

 

Unsere Welpen werden möglichst in jeder Hinsicht artgerecht aufgezogen. D.h. -  möglichst früh soziale Kontakte, mit allen möglichen Umwelteinflüssen konfrontiert werden, ausreichendem, dem Wetter entsprechenden Auslauf an unserer gesunden Nordseeluft, und was uns ganz wichtig ist - eine artgerechte Ernährung.

Das bedeutet für uns: Absolute Frischfleischfütterung roh, bestehend aus Rindfleisch und dem dazugehörigen Pansen/Blättermagen, Geflügel in allen Variationen, Innereien von Rind und Geflügel, bedingt Naturreis, Gemüse, frisches Obst sowie Quark/Hüttenkäse/Naturjoghurt/Kefir. Wir verfüttern kein Getreide, da der Hund bekanntlich kein Getreidefresser ist.  Leider bestehen fast alle Trockenfutterprodukte zu 70-80 % aus Getreide.
Als Ergänzung zur Nahrung wird lediglich Eierschalenpulver oder Knochenmehl verabreicht sowie hin und wieder, ein natürliches Vit.-C-Präparat (Ascorbinsäure).

Um eine wurmwidrige Darmflora zu schaffen, geben wir Kokosflocken und Karottensaft ins Futter und um Zahnsteinansatz vorzubeugen, verabreichen wir Tomatensaft, mit einer Prise Meersalz. Dazu noch einmal die Woche ein Ei und die Hunde haben alles was sie brauchen.

Durch eine abwechslungsreiche Kost ist der Bedarf an Vitaminen und Mineralien vollständig gewährleistet. Die Versorgung mit Calcium erfolgt bei uns durch die Gabe von Sand- und Fleischknochen - selbstverständlich nur roh - wie auch Hühner- und Putenhälsen. Darüber hinaus, bekommen sie entweder Eierschalenpulver oder Knochenmehl zur Calciumabdeckung unters Futter.

Wir wünschen uns, dass unsere Fütterung fortgeführt wird und damit dies gewährleistet ist, werden unsere künftigen Welpenbesitzer, mittels eines ausführlichen Futterplans und einer detaillierten Erklärung darauf vorbereitet. 

 


 

Unser Ernährungskonzept für Sie genau aufgeschlüsselt 

 

 

Fertig-Barf selber machen

 

 

Für 12,5 kg Fertigbarf werden benötigt:

 

10 kg Fleisch, davon:        1,5kg Innereien zum Beispiel 500g Herz, 500g Leber, 500g Niere oder 750 Leber

                                        und 750g Herz

 

                                        1,5kg fleischige Knochen (siehe Ca-Versorgung)

 

                                        5kg Muskelfleisch (gut durchwachsen)

 

                                        2kg grünen Pansen o. Blättermagen (Blättermagen ist diätetischer als Pansen)       

 

2,5kg Obst und Gemüse: 600g Obst - zum Beispiel Äpfel, Bananen, Mandarinen (alles was gemocht wird)

 

1,9 kg Gemüse - ein Mix aus gekochten und pürrierten Karotten und anderen Gemüsesorten (wird meist

hervorragend vertragen)

 

► Man muss kein Gemüse füttern, es dient als Rohfaser und Ballaststoff lediglich der leichteren Verdauung und es regt die Darmtätigkeit an. Verzichtet man auf Gemüse sollte man den Anteil an grünem Pansen/Blättermagen um diese 2 kg erhöhen ◄

 

Obst kann man als Leckerei auch einfach nur zwischendurch geben wenn man selber welches isst. Immer in Maßen kann man einfach schauen, was dem Hund schmeckt. Auch Obst brauchen Hunde nicht zum Überleben, da alle wichtigen Vitamine im Fleisch enthalten sind und der Hund in der Lage ist Vitamin C selbst in ausreichender Menge zu produzieren.

  

Für den Anfang sollten Sie sich auf 2 Tierarten als Fleischlieferanten beschränken. Erst wenn der Hund damit zurecht kommt, auch ruhig mal etwas Neues probieren. Wenn Sie zu Beginn die Innereien vom Geflügel kaufen (am günstigsten in der TK-Abteilung des Supermarktes) und den Rest vom Rind haben Sie Ihren Hund schon sehr gut versorgt. Das Muskelfleisch sollte nicht zu mager sein, sondern eher richtig schön durchwachsen, denn Hunde ziehen ihre Energie aus diesem Fett. Der Pansen, den Sie verfüttern, sollte ungewaschen, das heißt grün sein. Keine Sorge, frischer Pansen riecht nicht so stark, wie Sie vielleicht denken.

 

Wenn Sie die Möglichkeit haben, kaufen Sie das Fleisch grob gewolft - bei Welpen und kleineren Rassen fein gewolft - ein, das erspart eine Menge Schnibbelarbeit. Gulasch große Stücke sind für einen Hund mittlerer Größe vollkommen in Ordnung. Für Welpen kleiner Rassen kaufen Sie erst mal nur Feingewolftes ein.

 

Zur Ca-Versorgung (Ca = Calcium) benötigt ein Hund z. B. fleischige Knochen. Ein Hund bis zur 17. Woche benötigt täglich ca 200mg Ca pro kg Körpergewicht. Ein ausgewachsener Hund nur noch 60-80mg pro kg Körpergewicht täglich.

In der folgenden Liste sehen Sie in welchen Knochen/Ergänzungsfuttermitteln, welche Menge Ca enthalten ist.

 

1 TL gemahlene Eierschalen                1.880mg

100g Hühnerhälse                               1.550mg

100g Hühnerklein                                 950 mg

100g Hühnerflügel                              1.070 mg

100g Putenhals                                    1.750 mg

100g Rinderbrustbein                         2.900 mg

100g Kaninchen                                    1.500mg

100g Eintagsküken                                 433mg

100g Putenhals ohne Fleisch                6.900mg

100g Wachtel                                       1.187mg

100g Rinderknochen ohne Fleisch       14.000mg

100g Schlund                                           40 mg

100g Kalbsknochen                              13.800mg

Knochenmehl                                       Herstellerangaben beachten

 

 

 

Beginnen Sie mit Ihrem Welpen mit kleingeschnittenen Hühnerhälsen. Wenn Sie sehen, dass er Dinge auch in Ruhe kauen kann, können Sie die Hühnerhälse auch im Ganzen geben (geschnitten sind sie ein super Leckerlie). Nach dem Zahnwechsel erweitern Sie das Angebot und geben auch Rinderbrustbein, das ist noch nicht zu hart aber der Hund kann schon schön daran arbeiten. Auch Hühnerklein kann,, wenn der Hund gut kaut, wirklich ein guter Ca-Lieferant sein.

Für kleine Hunde wie zum Beispiel Zwergpudel empfiehlt es sich gewolfte Hühnerhälse oder Geflügelkarkassen zu kaufen. Diese können dann auch in der Gesamt-Barf-Menge direkt mit portioniert werden.

 

► Wichtig ist, Knochen niemals vor dem Verfüttern zu kochen oder garen, da die Knochen dann splittern können. Auch sollten Sie Knochen nie füttern, wenn der Hund damit alleine bleiben soll, denn schlingt der Hund einen Knochen im Ganzen herunter können Sie nur eingreifen, wenn Sie vor Ort sind (gilt auch für Kauartikel aus dem Handel). Besonders die so beliebten Markknochen sind für Hunde u. U. wirklich gefährlich wenn sie als Ring gegeben werden. Pfoten, Kiefer oder Zähne bleiben in diesem Ring stecken und dann hilft nur ein Aufsägen beim Tierarzt. Wir empfehlen daher auf diese Knochen zu verzichten, wenn Sie das Fressen nicht ganz genau überwachen können. ◄

 

Zubereitung:

 

Wenn Sie kein gewolftes Fleisch haben schneiden Sie das Fleisch und die Innereien in ca. Gulasch große Stücke. Innereien lassen sich sehr gut schneiden wenn sie leicht angefroren sind, dann glibbern sie nicht so.

Wenn Sie sich für das Füttern von Gemüse entschieden haben, dünsten und pürrieren Sie dieses, ansonsten kann der Hundeorganismus es nicht sinnvoll verwerten.

Alle zerkleinerten Zutaten (außer die fleischigen Knochen) in eine große Schüssel geben, kräftig umrühren.

 

Nun füllen Sie das Ganze einfach in Tiefkühltüten ein. Hier haben sich 500g Portionen für Großpudel, 200g-300g für Kleinpudel, 100-200g für Zwergpudel gut bewährt. Luft entweder raus drücken oder mit dem Folienschweißgerät absaugen und ab in den Tiefkühlschrank.

Jetzt müssen Sie nur noch täglich daran denken wieder eine Ration aufzutauen. Besonders junge Hunde sollten täglich ihre Ca-Ration bekommen, also immer einfach eine Mahlzeit mit fleischigen Knochen geben. Wenn Sie das nicht tun möchten/können, einfach das Fleisch um Knochenmehl oder Eierschalenpulver ergänzen.

 

Zusätze

 

Täglich 

                

→ einen 5-10cm langen Strang aus der Tube Tomatenmark oder 5-10ml Tomatensaft (beugt Zahnstein vor)

 

→ einen Teelöffel Kokosflocken (schafft eine wurmwidrige Darmflora)

 

→ einen Spritzer (5-10ml) Karottensaft, wenn Sie im Gemüse keine Karotten haben (schafft ebenfalls eine wurmwidrige Darmflora)

 

Alle 2 Tage  

                

→ eine Prise Jodsalz (wenn nicht schon im Tomatensaft enthalten)

 

→ einen kleinen Spritzer (5-10ml) Öl (Leinöl, Nachtkerzenöl, Lachsöl, Hanföl, Distelöl, Walnussöl, Rapsöl abwechseln - kleine Mengen kaufen und aufbrauchen)

 

2x pro Woche      

 

→ ein rohes Ei

 

Ab und an auch mal etwas Joghurt, Quark oder körnigen Hüttenkäse geben.

Fisch ist ebenfalls eine sehr sinnvolle Nahrungsergänzung. Thunfisch in Öl gilt bei ausgewachsenen Hunden oft als absolute Delikatesse. Bei Welpen kann das Öl zu Durchfall führen, von daher Thunfisch im eigenen Saft anbieten. Auch eine Scheibe Wurst oder Käse zwischendurch wird Ihrem Hund nicht schaden.

 

Futtermenge

 

Die Futtermenge hängt von sehr vielen Dingen und unterschiedlichen Faktoren ab und man kann nicht pauschal sagen so und so viel Gramm an Futter benötigt ein Hund. Um die richtige Menge für Ihren Hund heraus zu bekommen müssen Sie Ihren Hund beobachten. Er sollte nicht rappeldürr sein aber auch nicht fett. Ein guter Anhaltspunkt ist folgender: legen Sie Ihrem stehenden Hund die flache Hand seitlich auf den Brustkorb, wenn Sie ohne zu wühlen, nur durch eine leichte Bewegung die Rippenbögen spüren dann ist Ihr Hund gerade richtig. Spüren Sie die Rippen sofort beim Hand drauf legen ohne Bewegung ist er zu dünn und wenn Sie sich erst zu den Rippen durch wühlen müssen oder Sie gar nicht mehr spüren können, sollten Sie die Futtermenge reduzieren.

 

Ein aktiver Hund braucht mehr Futter als ein Hund, der nur auf dem Sofa liegt. Ein Hund im Wachstum braucht sehr viel mehr als ein ausgewachsener Hund. Ein alter Hund braucht weniger als ein mitten im Leben stehender Hund. Dann gibt es noch Hunde, die ihr Futter super gut verwerten und bei kleinsten Mengen trotz Bewegung schnell moppelig werden und dann gibt es wiederum Kandidaten, die ihr Futter eher schlecht verwerten und viel essen können ohne dick zu werden.

 

Pauschale Angaben wie viel Prozent vom Körpergewicht ein Hund also fressen muss/soll kann es nicht geben. Die folgenden Angaben sind lediglich Richtwerte. Sie müssen Ihren Hund selbst beobachten und entscheiden in welcher körperlichen Verfassung er ist. Aber das ist bei industriell hergestelltem Futter auch nicht anders.

Je nach Aktivitätsniveau erhalten ausgewachsene Hunde zwischen 2-4% ihres Körpergewichtes. Hunde im Wachstum bis zu 10% ihres Körpergewichtes. Wie gesagt das sind lediglich Richtwerte! Ihr Hund ist genauso einzigartig wie Sie selbst! Denken Sie an Ihre Freundin die schon dick wird wenn sie Schokolade nur ansieht und dann denken Sie an Ihren Mann der alles in sich rein stopft ohne anzusetzen.

 

Junge Hunde bis zu 4 Monaten, füttern Sie anfangs am Besten 5x täglich, danach noch 4 x täglich. Wenn Sie merken, dass da etwas übrig bleibt, gehen Sie auf 3x täglich über, bis Sie letztendlich mit ca. einem Jahr nur noch morgens und abends füttern. Dieses Intervall wird dann immer beibehalten.

 

 

Vorteile dieser Fütterung

 

Bei dieser Art zu füttern wissen Sie ganz genau was Ihr Hund frißt und Sie können selbst entscheiden, woher die Inhaltsstoffe kommen.

 

Industriell hergestelltes Hundefutter wurde und wird immer mit Hilfe von Tierversuchen entwickelt. Darauf können und wollen wir als Tierliebhaber verzichten.

 

Bei der Frischfütterung wird auf alle Konservierungsmittel, Farbstoffe und Lockmittel verzichtet. Wie sich diese auf den Organismus auf Dauer auswirken ist noch immer nicht ausreichend erforscht.

 

Sie können die Ernährung Ihres Hundes auf seine ganz individuellen Bedürfnisse einstellen.

 

 

Nachwort

 

Frisch zu füttern ist die natürlichste Art einen Hund ausgewogen und gesund zu ernähren. Es ist keine Wissenschaft für sich. Benutzen Sie einfach Ihren gesunden Menschenverstand und halten Sie sich an die wenigen, hier aufgeführten Regeln, dann ist Ihr Liebling mit allem was er braucht bestens versorgt. Sie werden schnell merken dass Füttern nicht nur lästige Pflicht ist, sondern sogar Spaß machen kann. Spätestens wenn Sie Ihren Hund beim Fressen beobachten, werden Sie sehen, wie sehr auch die Hunde diese natürliche Ernährung mögen.

 

Die von uns hier zusammengetragenen Fakten beruhen auf Erfahrungswerten. Wir füttern selbst seit Jahren so und auch viele unserer Welpenkäufer haben nur positive Erfahrungen machen können.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund alles Gute für die Zukunft und viel Spaß bei der Zubereitung des Futters für Ihren Liebling.

 

 


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